Unser Sommer im Balkan

Als sich unsere Wege trennten, spätabends in Belgrad, umarmten wir uns lange. Dann sah ich, wie du in den Waggon stiegst und als sich der Zug in Bewegung setzte, rannte ich auf dem Bahnsteig neben dir her – bis sich unsere Blicke verloren.

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Berta, eine Reisebekanntschaft

Der Wecker klingelt. Ich werfe die Bettdecke zurück, trinke eine Tasse Yorkshire Tea mit einem Schluck Milch, schlüpfe in Overall und Gummistiefel und mache mich auf den Weg zum Stall. Die Schafe warten.

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Von Dorf zu Dorf

Der freundliche Gesichtsausdruck des Mannes schwindet, verfinstert sich, als er mir zum wiederholten Mal erklären muss, dass in den nächsten Tagen kein öffentliches Boot fahren wird. Ich will es nicht wahrhaben. Dafür bin ich doch überhaupt hier her gefahren, in dieses Kaff namens Muang Khua.

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Die erste Reise des neuen Jahres

Cinque Terre Anfang Januar. Trotz Sonnenschein ist es kalt. Warum reise ich im Winter nach Ligurien und fliege nicht lieber in die Wärme? Oder wenn man schon in der Kälte bleibt, warum nicht in die Berge fahren, in den Schnee?

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Magische Unterwasserwelt

Lege ich meinen Kopf in den Nacken, sehe ich das Glitzern der Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche. Unter mir ist der Grund des Ozeans zu erkennen. Ich, irgendwo dazwischen im weiten Blau.

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Einmal das Meer sehen

Gerührt ließ er seine Augen über das dunkle Meer bis hin zum Horizont wandern. Nach all den Jahren waren sie endlich an ihrem Ziel angelangt – Eine Kurzgeschichte über Reiseträume, die große Liebe und die Vergänglichkeit des Lebens.

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Wenn Träume in Erfüllung gehen

Auf dem Weg zur Seepromenade kaufe ich mir ein Schokobrötchen und ein Himbeerwasser, setze mich dann ans Ufer des Vierwaldstättersees, öffne meinen Rucksack und hole das Buch daraus hervor. Langsam beginne ich zu blättern, Seite für Seite. Lese die Namen der anderen Autoren, schaue mir ihre Bilder an. Dann sehe ich ein Bild aus meiner eigenen Fotosammlung, lese meinen Namen, meine Worte.

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