Unser Sommer im Balkan

Als sich unsere Wege trennten, spätabends in Belgrad, umarmten wir uns lange. Dann sah ich, wie du in den Waggon stiegst und als sich der Zug in Bewegung setzte, rannte ich auf dem Bahnsteig neben dir her – bis sich unsere Blicke verloren.

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Von Dorf zu Dorf

Der freundliche Gesichtsausdruck des Mannes schwindet, verfinstert sich, als er mir zum wiederholten Mal erklären muss, dass in den nächsten Tagen kein öffentliches Boot fahren wird. Ich will es nicht wahrhaben. Dafür bin ich doch überhaupt hier her gefahren, in dieses Kaff namens Muang Khua.

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Die Reisbäuerin von Ninh Binh

Kurz bevor ich vor Hilflosigkeit in Panik auszubrechen drohe, höre ich Motorengeräusche aus der Ferne. Zuerst nur ganz leise, dann wird das Rattern lauter und schon bald strahlt mich ein freundlicher junger Mann an, zeigt auf den Hintersitz seines Motorrads und fragt: „Ninh Binh?“

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Kurioses Südkorea: Der Ventilatortod

Du bist müde und möchtest schlafen, doch du kriegst kein Auge zu, denn es ist heiß und du schwitzt. Also schaltest du den Ventilator ein. Die Türe deines Schlafzimmers ist zu, auch die Fenster hast du geschlossen – ein folgenschwerer Fehler?

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Das Symbol der Vergänglichkeit

Da sind sie: Die Kirschblüten! Noch schöner als in meiner ohne hin schon schönen Vorstellung, in voller Pracht blühend an den Ästen der Bäume an den Straßenrändern. Ein Moment, in dem alles Sinn ergibt. Man nach nichts strebt, einfach mal still steht, tief atmet, inne hält.

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