Wohin unsere Beine uns tragen

Athen, 28 Grad. Der Hochsommer zeigt erbarmen. Zu dieser Jahreszeit ist es sonst heißer, noch heißer. Gar so, dass man nur im Schatten liegen oder im klimatisierten Restaurant einen erfrischenden Caffè freddo schlürfen möchte. Doch wir haben Glück und so flanieren wir seit zehn Stunden durch die Straßen der griechischen Metropole. Ohne Stadtplan, ohne Orientierungssinn. Vorbei an Kartonsiedlungen Obdachloser, vorbei an prunkvollen Gebäuden. Umgeben von Touristen, umgeben von Locals, leere Gassen.

Die Füße schmerzen, ich spüre die von der Sonne verbrannte Nasenspitze. Heute haben wir Altes, Neues, Schönes, Hässliches, Interessantes, bald Vergessenes gesehen. Haben von Hügeln auf Häusermeere, auf Parkanlagen, auf antike Bauten geschaut, in der Ferne das Meer. Wolken haben die Sonne verdeckt, blauer Himmel, neue Wolken. Jetzt ist es dunkel.

Wir sitzen draußen. Der Tisch ist reichlich gedeckt. Auf unseren Tellern liegt, wie könnte es anders sein, ein griechischer Salat: Tomate, Gurke, Paprika, Fetakäse, Zwiebel, Olive. Dazu Souvlaki-Spieße und eine Schüssel Tzatziki. Danach ein Gläschen Tsipouro.

Der Tag war lang, wir wollen ins Bett. Kalinichta wünschen wir dem Kellner. Kalinichta wünschen wir der Obstverkäuferin. Wir suchen und finden den Weg zu unserer Unterkunft. Kalinichta wünschen wir dem Nachtwächter unseres Hostels. Kalinichta wünschen wir uns gegenseitig.

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Müde von den vielen Eindrücken des Tages schlafen wir ein und träumen von Altem, Neuem, Schönem, Hässlichem, Interessantem, bald Vergessenem. Fliegen über Häusermeere, über Parkanlagen, über antike Bauten, über das Meer.

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